Originaltitel: It Happened One Night
 1.Ausstrahlung: 26.September 1975

Zwölf Grad minus - der koreanische Winter ist wirklich grausam. Radar hat die undankbare Aufgabe, Hawk zu wecken. Es ist Mitternacht und er hat Dienst. "Würdest du mich für einen Dollar mit meinem Kopfkissen ersticken?" Hawks Gequengel, noch etwas liegenbleiben zu dürfen, fällt bei Radar auf wenig fruchtbaren Boden; in dieser Hinsicht ist er unerbittlich. Während Hawk sich anzieht, kommt B.J. in den Sumpf. Seine Schicht ist zu Ende. "Hab' mal ein Auge auf einen gewissen Edwards. Ich hab 'nen Schrottplatz aus seinem Bauch geholt." Der Junge habe schon zehn Einheiten bekommen. "Das ist reichlich Blut." "Er war auch reichlich verletzt." Bevor Hawk seinen Dienst antritt, genehmigt er sich im Messezelt noch eine Tasse Kaffee. "Na, Klinger. Wie läuft das Mackengeschäft?" "Was meinen sie: Ob MacArthur seine Post liest?" "Sicher nur abends, wenn er sich abgeschminkt hat." "Ich habe ihm ein Bild von mir geschickt, mit Strapsen. Er schickte mir eins zurück, auf dem er Pfeife raucht." Neben Klinger sitzt ein Neuer, Schütze Jenkins. Er sei heute das erste Mal nachts auf Wache. Hawk beruhigt ihn. Wenn da draußen etwas sei, dann sei es erfroren, bevor es Ärger machen könne. Alle hätten hier Angst. "Träger des purpurnen Angsthasen. Mit Zitterpappellaub!" Dabei deutet er auf sich. Radar muß auch Margaret wecken. In ihrem Zelt hängt alles voll Wäsche. Entzückt schnuppert Radar an Margarets Nylons. Dann tippt er sie vorsichtig an. "Du wildes Tier!" Sie scheint von Frank zu träumen. Als sie dann merkt, dass Radar vor ihr steht, ist sie empört. Wie lange er denn schon so da stehen und sie beobachten würde? Er wäre nicht der erste in der Army, der sie mit seinem heißen Unteroffiziersatem besabbern würde. "Das ist ja die Höhe! Ich atme nie in ihrer Nähe!" Als Radar das Zelt fluchtartig verlassen will, verheddert er sich in Margarets Wäsche. "Raus aus meiner Unterwäsche!" "Das versuche ich ja grade, Sir, äh, Mam. Ach, warum gerade immer ich!" Radar hat es wirklich nicht leicht. Natürlich muss Frank Hawk rüffeln, weil der zehn Minuten zu spät zum Dienst erscheint. Margaret, die ebenfalls zu spät kommt, darf das natürlich. Schnell machen sie ihre Runde. Bei Edwards bleiben sie stehen, B.J.'s Patient. Der sei ganz ruhig, kein Problem, meint Frank. "Wenn sie so einen niedrigen Blutdruck hätten, wären sie auch kein Problem mehr." Aber er hätte bis jetzt schon zehn Einheiten Vollblut verbraucht, spielt Frank den Entrüsteten. "Wollten sie damit das Messezelt streichen?" Ein anderer Patient ist leicht gereizt und bittet sie, weiter zu gehen. Er scheint es nicht zu mögen, wenn man ihn so anstarrt. "Eins von ihren nervösen Hühnern", ist Franks völlig überflüssiger Kommentar. "Hat eigentlich gar keinen Grund, nervös zu sein. Nur, weil in ihm mehr Schläuche und Röhren stecken, als in einem Radio?" Unter den Patienten ist auch ein Chinese. "Das ist ein, hm, ein Chinese", flüstert Frank Hawk zu. "Warum flüstern sie? Er weiß sicher, dass er Chinese ist." Frank verabschiedet sich dann. "Major! Captain, fummeln sie für mich weiter. Viel Spaß dabei!" Häh? Bevor er verschwindet, steckt Margaret ihm noch ein Briefchen zu. Er liest es, zerreißt es und steckt die Schnipsel in seine Tasche. Das hat Margaret beobachtet und nun will sie von ihm wissen, warum er ihr Briefchen einfach zerrissen hätte. Er würde alle ihre Briefe zerreißen. Da Ständen manchmal tolle Sachen drin. "Ja, das sind meine Gefühle." "Ja, die auch." Sie hätte alle seine Briefe verwahrt, jedes Fetzchen. Das findet Frank aber gar nicht gut. Sie könnte ja fallen und dann würde jemand in ihren Sachen kramen. Die Nacht ist recht unruhig. Die Gegend um die 4077ste wird mal wieder von Artillerie beharkt. Der Junge mit den vielen Schläuchen dreht bei dem Krach fast durch, verständlich, was Hawk veranlasst, gleich mal zu Radar zu traben, damit der was gegen die Ballerei unternimmt. Aber der ist schon dabei. Nur, mit dem Typ, den er an der Strippe hat, kommt selbst Hawk nicht weiter. Radar soll Colonel Potter holen. Auf dem Weg dorthin wird er von Jenkins angehalten, der ihm das Gewehr unter die Nase hält. Zum Glück kommt Klinger dazu. "Dieser Armleuchter wollte mich erschießen!", beschwert sich Radar wütend. "Hast du die Parole gesagt?" "Er hat mich nicht gefragt!" Frank hat die Schnipsel von Margarets Brief verbrannt, findet aber, daß das noch nicht genug ist. Also startet er eine kleine Razzia in Margarets Zelt. Radar weckt inzwischen Colonel Potter. Der schläft wie ein Murmeltier, trotz des Krachs. Aber er will was unternehmen, damit die Patienten ihre Ruhe bekommen. B.J.'s Patient geht es immer noch nicht besser. Da ertönt draußen ein Schuss. Der tapsige Jenkins hat Klinger angeschossen! Obwohl es nur ein Kratzer ist, führt Klinger sich auf, als sei er schon im Delirium. Colonel Potters Anruf hat leider überhaupt nichts bewirkt. Als er gerade wieder zum Büro marschieren will, um die Knallerei endlich zu stoppen, sieht auch er sich unverhofft Jenkins' Gewehrlauf gegenüber. "Das ist der Colonel!", brüllt Radar ihn an. "Oh, entschuldigung. Bitte gehen sie." "Warum fragen sie denn nicht nach der Parole?" "Die kenn ich schon, Sir." Frank hat in Margarets Zelt schon ein ziemliches Chaos angerichtet. Und Colonel Potter hat jetzt einen Colonel am Rohr, der dafür sorgen will, daß der Beschuß endlich aufhört. Aber Colonel Potter scheint nicht viel von ihm zu halten. "Ein Riesenarsch!" B.J. findet keine Ruhe. Es zieht in in die Intensive, um zu sehen, wie es seinem Patienten geht. "Gegen den ist Dracula ein Abstinenzler", meint Hawk. Drei Einheiten habe Edwards noch bekommen. Ob er sicher sei, dass er nichts übersehen habe? Das schließt B.J. aber aus. Während die beiden sich noch unterhalten, ertönt draußen Wehgeschrei. Es ist Klinger, der nur in seiner Unterhose draußen in der Kälte rumturnt. Offensichtlich ein neuer Tick, um entlassen zu werden. Vorhin hatte Hawk ihm gesagt, wenn er es schaffen würde, richtig verletzt zu sein, wäre er fein raus. Frank steigert sich bei seiner Hausdurchsuchung in richtige Raserei hinein. Als er ein Messer findet, beginnt er sogar, die Holzverkleidung an den Wänden herunter zu reißen. Colonel Potter kommt nicht zur Ruhe. Um die verdammte Knallerei zu beenden, ruft er nun General Morrison an, einen alten Kumpel von ihm. Davon verspricht sich Colonel Potter einiges. Edwards hat die letzte Flasche B-Positiv bekommen und B.J. wird klar, daß er den Jungen nochmal wird aufmachen müssen. Margaret will sich auf die Suche nach geeigneten Blutspendern machen. Da rappelt sich Klinger hoch, der sich in einem Bett auf der Intensiven wieder aufwärmt. "Ich hab B-Positiv!" Und da er gebraucht wird, ist er sofort auf den Beinen, er, der vorhin so schön den Sterbenden simuliert hat. Und der Beschuss geht weiter. Das ist für den Patienten mit den Schläuchen zuviel: Er fängt an zu toben. Hawk und Margaret versuchen, ihn ruhigzustellen, was aber nur mit einem Beruhigungsmittel klappt. Und plötzlich ist es still. Man hört nur noch das Heulen des Windes. Der Beschuss hat aufgehört! Doch da gibt es noch einen lauten Knall: Hawks Büchse Bohnen aus dem Zweiten Weltkrieg ist hochgegangen! Die Bohnen kleben Hawk und Margaret nun dekorativ im Gesicht. "1943 - sehr guter Bohnenjahrgang." Mit diesen Worten schlabbert Hawk Margaret einige der Bohnen aus dem Gesicht. B.J.'s Patient scheint nach der weiteren Operation endlich über'n Berg zu sein. Hawk und B.J. wollen Margaret zu ihrem Zelt geleiten. Aber die lehnt ab. Das sei nicht nötig. "Und wenn sie jemand niederschlägt und missbraucht?" B.J. hat gute Laune. "Gehn wir lieber rein, bevor wir es tun", meint Hawk. Margaret erwartet eine Überraschung in ihrem Zelt, na ja, was davon übriggeblieben ist. Frank schnarcht in diesem Chaos friedlich vor sich hin. Als Margaret ihn weckt, um zu erfahren, was hier vor sich gegangen sei, fragt er nur: "Hast du mal 'n Stift?" Er wollte ihr ein Briefchen schreiben, hätte aber keinen Stift gefunden!

 

Hauptdarsteller

Alan Alda (Hawkeye Pierce)
Loretta Swit (Margaret Houlihan)
Mike Farrell (BJ Hunnicut)
Harry Morgan ( Col. Sherman T. Potter)
Gary Burghoff (Radar O´Reilly)
Larry Linville (Frank Burns) 
William Christopher (Father Mulcahy)
Jamie Farr (Maxwell Klinger)

Nebenrollen (eine Übersicht mit allen Nebendarstellern finden Sie hier)

Christoher Allort (Abbott) 
Darren O'Connor (Jenkins) 

Regie und Drehbuch:
Regie : Gene Reynolds
Drehbuch: Larry Gelbart, Simon Muntner

Idee: Gene Reynolds

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