Die Idee

Bereits im amerikanischen Bürgerkrieg entstand die Idee, verwundete Armee-Angehörige in speziellen Lazaretten zu versorgen. Dies war nötig, um eine optimale Versorgung der Soldaten zu gewährleisten. Bei schweren Verwundungen waren die Transportweg meist immer noch zu lang, so das jede Hilfe zu spät kam.
Im zweiten Weltkrieg wurde das eigentliche M.A.S.H (Mobiles Army Surgery Hospital) geboren. Hier kamen Ärzte erstmals in Mobilen Lazaretten zum Einsatz, die kurz hinter der Front stationiert waren. Durch die so verkürzten Transportwege, konnte vielen Verwundeten das Leben gerettet werden.

M.A.S.H´s im Koreakrieg

Im Koreakrieg (25.Juni 1950 - 27.Juli 1953) waren insgesamt 5 M.A.S.H Einheiten im Einsatz. Hier kam erstmal auch der Transport mit Helicoptern zum Einsatz, wodurch die Verwundeten sicherer und schneller in die M.A.S.H's gebracht werden konnten. Allen M.A.S.H Einheiten, waren neben 10 Ärzten, 12 Krankenschwestern und 200 Betten noch ca. 200 weitere Armeeangestellte zugeteilt (In der Serie sind es ca. nur 30 Mann). Eins dieser Feldlazarette war die 8055th. In ihm tat ein junger Arzt namens Dr. Richard Hornberger seinen Dienst. Meist waren die Ärzte und Schwestern frisch von den Universitäten und Schulen. Im Koreakrieg sammelten sie Ihre ersten praktischen Erfahrungen. Ihre Aufgabe war einzig und allein die verletzten Soldaten so zusammenzuflicken, das sie den Transport in die entlegenen Krankenhäuser überleben konnten.
Im Koreakrieg taten insgesamt 910 Ärzte und 686 Zahnärzte (meist alle zw. 25-28 Jahre alt) ihren Dienst. Auch dem Wort Mobil wurden die M.A.S.H's im Koreakrieg gerecht. ScreenshotAnders als in der Serie, zog ein M.A.S.H im Schnitt 33 mal um!
Geregelte Arbeitszeiten gab es in einem M.A.S.H nicht. In ruhigen Zeiten, waren Dienstzeiten zw. 8-12 Stunden die Regel. Wurde jedoch ein Offensivie gestartet, kam man ganz schnell auf Arbeitszeiten von über 24 Stunden. So ist es auch nicht verwunderlich, das die M.A.S.H Besatzungen nach ca. 3 Monaten ausgetauscht werden mussten, weil der körperliche und seelische Druck einfach zu groß war. Nicht wenige verfielen dem Alkohol und/oder mussten sich in psychologische Behandlung begeben. Auch die Selbstmordrate unter den ehemaligen M.A.S.H Angehörigen war überdurchschnittlich hoch.

 

 

 

 

Kurzfakten

  • 25. Juni 1950 - 27. Juli 1953
  • 33.629 tote UN-Soldaten
  • 103.284 verwundete UN-Soldaten
  • 5.178 gefangene und vermisste Soldaten
  • 1.347.000 tote nordkoreanische und chinesische Soldaten
  • 400.000 tote Zivilisten
  • 100.000 koreanische Waisenkinder
  • 3.000.000 Obdachlose