Originaltitel: Change of Command
 1.Ausstrahlung: 19.September 1975

 

 

 

Major Frank Burns, kommandierender Offizier - Frank und Margaret flippen fast aus vor Freude. "Ein Jugendtraum wurde endlich wahr: Mein eigenes Kommando! Du an meiner Seite, ein Korb für Eingänge und Ausgänge. Mein Krieg! Gott helfe mir, ich liebe das!" Es scheint eher so, als sei Frank überhaupt nicht zu helfen, auch von Gott nicht. Sehr viel Autorität scheint er jedenfalls nicht zu verbreiten, denn entgegen seinem ausdrücklichen Befehl hat Radar sich mit der Post aus dem Staub gemacht. Aber er würde den dreckigen Mannschaftsratten schon noch beibringen, ihn zu lieben. Im Sumpf bauen Hawk und B.J. eine Bar. Platz haben sie ja jetzt, weil Frank als Commander in Henrys Zelt gezogen ist. Henry - der sei wohl ein anständiger Zecher gewesen, bemerkt B.J. "Henry? Die Welt war gegen ihn zwei Drinks im Rückstand. Der Mann wurde geboren mit einem Reservetank. Ich vermisse ihn sehr." Sie taufen die Bar auf den Namen 'Henry-Blake-Gedächtnis-Bar'. Gerade als sie sie einweihen wollen, kommt Radar ganz aufgeregt in den Sumpf. Die beiden laden ihn zu einem Drink an der Bar ein, aber Radar bittet sie inständig, mit der Blödelei aufzuhören. "Wir kriegen einen kommandierenden Offizier!" Hawk schnappt sich den Wisch, den Radar in der Hand hält und liest vor: "Colonel Sherman Potter, chirurgisches Ärztecorps, USA." "Ist der Typ in der Army?", fragt B.J. Radar nickt. "Berufssoldat." "Ein Armeearzt? Der wird die Leute reihenweise verbluten lassen. Er muss 'ne Niete sein, sonst würde er nicht zum MASH kommen." Hawk ist ganz begeistert. "Ein Berufssoldat? Das ist noch schlimmer als Frank. Der ist weder Arzt noch Soldat. Was sagt er dazu - Frank?", fragt Hawk Radar. "Machen sie Witze? Meine Hände sind so feucht, dass ein Goldfisch drin leben könnte." "Sie müssens ihm aber sagen, Radar", meint B.J. "Er wird mich schlagen!" "Ach, Unsinn." "Doch. Er schikaniert mich total. Ich muss mich immer rasieren. Und ich muss mich auch baden!", entrüstet sich Radar. "Der Mann hat keinen Respekt vor Dreck", findet Hawk. Er und B.J. bieten Radar an, mit ihm zu Frank zu gehen, wofür Radar sehr dankbar ist. Frank steht gerade mit Margaret an der Essensausgabe. "Nein, Serge, das hört auf! Ab sofort werden sie das Essen einfach nicht mehr so in die Schalen rein schmeißen. Nun sehn' sie sich doch mal dieses Durcheinander an! Die Saubohnen sind vom Bohnenfach in das Apfelmusfach rübergerutscht und die Trockenkartoffeln befinden sich überall. Die treiben sich in jedem Fach rum! Serge, die Benutzung der Fächer wird vereinheitlicht. Wenn ich mir das Geschirr da auf dem Tisch ansehe, dann möchte ich folgendes sehen: Bohnen, Bohnen, Bohnen! Kartoffeln, Kartoffeln, Kartoffeln, Kartoffeln! Apfelmus, Apfelmus, Apfelmus! Ist das klar?" "Ja." "Ja, was?" "Ja, Sir!" "Ja, Sir, was?" "Ja, Sir. Ja, Sir. Ja, Sir. Wird postwendend erledigt." Es ist Igor deutlich anzusehen, daß er überzeugt ist, Frank sei das Gehirn ins falsche Fach geschwappt. Falls es ein Fach gibt, das klein genug ist, um es rein zutun! In dem Moment betreten Hawk und B.J. zusammen mit Radar das Messezelt. Frank verlangt nach seiner Post. "Was für mich dabei?" "Oh, nichts von ihrer Frau." "Ich will nicht wissen, von wem ich nichts kriege!" Radar windet sich, aber schließlich entdeckt Frank den gewissen Umschlag von selbst. "Was ist das? Sieht ja so offiziell aus." "Oh, äh, ... sie werden ausgetauscht, Sir." Frank und Margaret können es nicht fassen und Radar nimmt unwillkürlich den Arm hoch. Und Hawk meint: "Riechsalz für zwei Personen, Doktor." Aber anders als erwartet nimmt Frank die Nachricht von seiner Absetzung sehr gefaßt auf. Wenn sie ihn bitte entschuldigen würden; er werde jetzt den Kommandowechsel vorbereiten. Und er verlässt mit Margaret das Messezelt. Margaret ist stolz auf Frank. Er habe wie ein Mann reagiert. Aber in ihrem Zelt ist es mit Franks Selbstbeherrschung vorbei. Er bekommt einen regelrechten Tobsuchtsanfall und schreit: "Das ist mein MASH! Ich will's wiederhaben! - Ich hab's doch Mami schon geschrieben", klagt Frank weinerlich. "Deine Mama wird das sicher verstehen", versucht Margaret ihn zu trösten. "Ist doch meine Frau!" Und da ist es aus mit Margarets Mitleid. "Du kannst mich mal!" Leider müssen Hawk und B.J. die schöne Bar wieder abbauen, während Radar und Klinger schon Franks Bett hereinschleppen. Da kommt auch Frank dazu. Er packt Klinger am Arm. "Nur noch eine Woche und ich hätte sie aus diesen Klamotten rausgehabt!" Da kommt er bei dem selbstbewußten Klinger an den Falschen. "So leicht bin ich aber nicht zu kriegen!", erklärt der mit männlichem Stolz und macht sich von des Majors Hand los. "Willkommen zuhaus, Frank. Ihre Läuse sind immer noch da, wo sie waren. - Was is'n das?", fragt Hawk. "Aufzeichnungen aus meiner zehntägigen Dienstzeit als Kommandeur. Wenn dieser Krieg erst vorbei ist, dann werde ich sie meiner College-Bücherei stiften. Sie werden nicht nur der Menschheit nützlich sein, sondern auch, äh, man kann sie auch von der Steuer absetzen." Hawk grabscht sich eins der Hefte. "He, Moment, das ist geheim!", empört sich Frank. "Von Frank Burns, kommandierender Offizier an Sergeant Zale, einfacher Soldat", liest Hawk vor. "Befohlen, eine zerbrochene Bettpfanne zu kleben! Geschichte, Frank? Nützlich für die Menschheit?" B.J. hat sich das zweite Heft gekrallt. "Befehl an den Kantinenkoch: Künftig das Öl vom Thunfisch ablaufen lassen!" "Alle tausend Meilen", fügt Hawk hinzu. "So wird einem das gedankt! Ich übernehme eine schlampige und schluderige Organisation und verwandle sie in ein reibungslos funktionierendes Beispiel an Effizienz und dann lässt man mich fallen!" Frank scheint echt sauer zu sein. Sein Blick fällt auf die Trümmer der 'Henry-Blake-Gedächtnis-Bar'. "Was hat der ganze Müll hier drin zu suchen?", fragt er. "Das wollte ich meinem College stiften", ist Hawks Antwort. Während Radar sich draußen mit einer verchromten Pappe sonnt, rollt ein Jeep ins Lager. Es hupt laut und vernehmlich. Mehrmals. "Schieb' dir deine Hupe in den Arsch!", ist Radars einzige Reaktion. "Stehn sie stramm, Soldat. Ich bin Colonel Potter!" Auweia, der neue Boß! "Es tut mir leid, Sir. Ich hatte keine Ahnung, dass sie sie sind, Colonel Potter, Sir!" Aber der Colonel scheint nicht böse zu sein. Nur recht resolut. Nachdem Radar sich vorgestellt hat, bestimmt er gleich, wohin seine Sachen kommen sollen, Sattel, Koffer und so weiter. Radar schnappt sich den Sattel und trägt ihn wie befohlen hinter dem Colonel her ins Büro. "Erwarten sie später noch ein Pferd?" "Schön wär's. Ich habe diesen Sattel seit meiner Kavalleriezeit im großen Krieg." "Im Ersten Weltkrieg, Sir?" "Ich war damals 15 Jahre alt, hab' mein Alter falsch angegeben. Hatte starke Schenkel für 'nen Jungen." Und dann bestimmt der Colonel gegen Radars Einwand, dass der Aktenschrank auf die andere Seite des Büros kommt. Er wäre nun hier und Radar solle alles andere vergessen. Radar will dem Befehl gleich nachkommen, aber Colonel Potter bestimmt, er solle sich Hilfe holen. Er wolle keinen Kompanieschreiber mit einem Leistenbruch. Dienstbeflissen eilt Radar hinaus. Hinter der Tür rennt er mit Klinger zusammen, der ein wirklich sexy goldfarbenes Abendkleid trägt. "Klinger, nein!" "Ich hab' ihn kommen sehen. Das ist meine Chance!" "Er hat einen Sattel!" "Soll er auf mir reiten!" "Das ist ein Hundertprozentiger!" "Und ich hab 'ne hundertprozentige Macke!" Niemand kann Klinger aufhalten. Entschlossen betritt er das Büro des Colonels. "Colonel Potter, Sir? Corporal Klinger, Vollmacke nach Paragraph Acht. Ich trage ausgeschnittene BHs, ich spiele mit Puppen und im Hochzeitskleid meiner Mutter möchte ich beerdigt werden. Ich hab' was an der Waffel. Entlassen sie mich!" Aber der Colonel zeigt sich unbeeindruckt. "Alles Pferdescheiße! Diese Drückebergereien kenne ich seit vierzig Jahren, alles alte Tricks. Ich kannte einen Soldaten, der sagte, er wäre 'ne Stute. Ist wochenlang mit 'nem Fohlen im Arm rumgerannt. Ein anderer hielt sich für'n Gänseblümchen. Bestand darauf, jeden Morgen begossen zu werden. Nein, nein, die Masche zieht bei mir nicht. Und jetzt aus dem Fummel raus und rein in die Uniform. Und die Uniform werden sie anbehalten. Wegtreten!" Enttäuscht gehorcht Klinger. Radar bringt die restlichen Sachen des Colonels. "Warum heißen sie Radar?" "Ach, na ja, das ... also manchmal weiß ich schon, was passieren wird, bevor es passiert." "Ach, tatsächlich?", fragt der Colonel ungläubig. "Die Offizierslatrine ist gleich rechts, Sir." "Danke." "Keine Ursache." Der Colonel will nun seine Offiziere kennenlernen. An Father Mulcahy hat er nichts auszusetzen. An Margaret erst recht nicht. "Zehn Jahre lupenreine Akte." "Danke, Sir." "Major Frank Burns." "Wir sind nur befreundet, Sir. Ich wollte sagen, er ist nicht hier, Sir. Er ist indisponiert." "Captain Pierce." "Jou." "Ihre 'Jous' können sie sich in Zukunft sparen. - Captain Hunnicutt." "Ja, Sir." "Sie wurden beide von Major Burns getadelt, weil sie angeblich die Latrine angezündet haben." "Das war ein Unglücksfall", erklärt Hawk. "Wir haben Würstchen gegrillt", ergänzt B.J. "In der Latrine?" "In den Latrinen darf nicht gekocht werden, Sir." "Außerdem, Pierce, steht hier, saß sie sich ein lebendiges Huhn als Patienten getarnt mit einem Hubschrauber einfliegen ließen." "Ein seltener Vogel, Sir. Er konnte stepptanzen." "Und hier sagt ein Bericht der MP in Tokio, sie hätten vor einem Jahr einen Löffelbagger gestohlen." "Ich konnte kein Taxi bekommen." "Ich nehme an, sie trinken?" "Nur im Übermaß." "Schillernde Offiziere, muss ich schon sagen. Das ist etwas, das ich gar nicht gebrauchen kann. Ich würde es sehr zu schätzen wissen, wenn sie innerhalb der nächsten 18 Monate nicht weiter auffallen würden. Wegtreten!" Die vier verlassen das Büro. "Riesig von Frank, uns das alles in die Akte zu kritzeln", findet B.J. "Wird unser Held gerade gewickelt?", will Hawk von Margaret wissen. Und die gesteht, dass Frank aus lauter Wut einfach abgehauen ist, was bei Hawk und B.J. einen Lachanfall auslöst. Im Sumpf genehmigen sich die beiden erstmal ein Schlückchen. Da kommt Klinger herein, mit einer wahren Leidensmine. Und in Uniform! Der Ärmste hat Ausschlag - allergische Reaktion auf die Army-Klamotten. Aber die Ärzte haben einen guten Rat für ihn: Er solle seinen besten Fummel auf der Haut tragen! Radar hilft Colonel Potter beim Einrichten seines Büros. Überall hängen Pferdebilder an der Wand. Plötzlich lauscht Radar nach oben. "Was ist denn?", will Colonel Potter wissen. "Hubschrauber, Sir." "Ich höre nichts." Aber das ändert sich sofort. Als Hawk und B.J. sich im Vorraum des OP schrubben, steckt Radar ihnen, dass der Colonel seit zwei Jahren in keinem OP war, was bei den beiden Chirurgen nicht gerade Begeisterung hervorruft. Margaret soll ihnen sagen, wenn der Colonel irgendwelchen Unsinn verzapfen sollte. Aber das tut er nicht. Hawk erkundigt sich nach Klingers Ausschlag. "Oben ist es furchtbar, unten okay." "Weshalb das?" "Seide trage ich nur unten!" B.J. hat Probleme mit seinem Patienten. Und da zeigt der Colonel, was er noch drauf hat. Nach der Schicht, halb vier morgens, kann B.J. nicht umhin, dem Colonel ein Kompliment zu machen. "Den schwierigsten Teil hatten sie. Meine Flossen haben ganz schön gezittert beim Reingehen. Nach zwei Jahren hinter'm Schreibtisch dachte ich schon, ich könnte es nicht mehr. Aber ich glaube, Chirurgie ist wie Fahrradfahren: Wenn man es einmal draufhat, verlernt man es nicht mehr. Eigentlich ganz schön, zu wissen, dass die ollen Finger immer noch ein bischen in Schwung sind." Und der Colonel lässt verlauten, dass er jetzt einen vertragen könnte. Humor scheint er auch zu haben. Und so begibt man sich zum Sumpf. Eine verdächtige Gestalt schleicht sich zu Margarets Zelt. Frank! Er ist müde, hungrig und völlig verdreckt, weil er hingefallen ist. "Margaret, ich weiß, dass ich das jetzt nicht fragen sollte ..." "Frag' nur, Liebling!" "Aber nach diesem Herumgeirre da draußen in der Dunkelheit, wo es hier so herrlich und warm ist ..." "Frag' doch, Frank, frag' doch!" "Hast du vielleicht 'nen Butterkeks?" Im Sumpf ist keiner mehr ganz nüchtern. Colonel Potter gibt den beiden anderen Tipps für ihre Destille. "Ich hatte 'nen Destillierapparat auf Guam, im Zweiten Weltkrieg. Plötzlich ist er explodiert. - Dafür bekam ich mein Verwundetenabzeichen", vertraut er den beiden an. Das Eis ist gebrochen. Am nächsten Morgen, in Colonel Potters Büro, wo der neue Boss sich gerade mit Hawk und B.J. über Pferde unterhält - meldet sich Frank zum Dienst zurück. "Ein böses Hämatom, Major." "Schmerzen sind mir nicht fremd, Sir." "Er hat schon sein Leben lang Fußpilz", bemerkt Hawk. "Der Colonel kann sich darauf verlassen, dass ich als sein Stellvertreter die militärische Effizienz und Disziplin, die ich eingeführt habe, aufrecht erhalten werde", sülzt Frank. "Das weiß ich zu schätzen, Major." Da betritt Klinger den Raum - allerdings nicht in Uniform. "Ich habe ihr Zaumzeug gefunden, Sir. Es lag zwischen den Bruchbändern." "Danke, mein Sohn." Als Klinger das Büro verlassen will, ruft der Colonel ihn zurück. "Hübsches Kostüm." "Danke, 

 

Hauptdarsteller

Alan Alda (Hawkeye Pierce)
Loretta Swit (Margaret Houlihan)
Mike Farrell (BJ Hunnicut)
Harry Morgan ( Col. Sherman T. Potter)
Gary Burghoff (Radar O´Reilly)
Larry Linville (Frank Burns) 
William Christopher (Father Mulcahy)
Jamie Farr (Maxwell Klinger)

Nebenrollen (eine Übersicht mit allen Nebendarstellern finden Sie hier)

(...)

Regie und Drehbuch:
Regie : Gene Reynolds
Drehbuch: Jim Fritzell, Everett Greenbaum

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